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MANAGEMENT/FINANCIAL - 27.09.2019, 10:15 Uhr

Obility Insight 2019: zentrale Weichenstellungen für die Zukunft im E-Business Print

Einfach Business einfach machen – das Leitbild der Koblenzer Software-Schmiede Obility zog sich wie ein roter Faden durch die Programmpunkte des diesjährigen Anwender- und Branchentreffens Obility Insight, das am 12. und 13. September an bewährtem Ort in Höhr-Grenzhausen stattfand. Die Gastredner unterstrichen die Bedeutung einfacher und effizienter Prozesse im E-Business Print und zeigten auf, wie umfassend die web-basierte und offene Obility-Plattform diese unterstützt. Das Software-Haus präsentierte seine jüngsten Innovationen und gewährte interessante Einblicke, welche neuen Lösungen aktuell in der Entwicklung stecken.

Mit dem PRINTMANAGER und dem Web-to-Print-Werkzeug PRINTMAKER Designer Pro hat Obility zwei Innovationen am Start, die in der Druckbranche ihresgleichen suchen. Entsprechend waren beide neuen Produkte wichtige Themen des diesjährigen Anwender- und Branchentreffens. Der PRINTMANAGER bildet – neben dem PRINTSELLER, dem PRINTMAKER und dem PRINTBUYER – eine der vier Säulen der E-Business Print-Plattform Obility. Als innovatives Print-MIS und ERP2-Software eröffnet der PRINTMANAGER der Optimierung betrieblicher Abläufe in der Druckproduktion bislang nicht gekannte Möglichkeiten. Der Designer Pro wiederum wartet mit einzigartigen Funktionen für die Online-Gestaltung und -Editierung von Druckerzeugnissen auf. Beide Innovationen wurden live demonstriert.

Marcus Silber zeigte in einer Live-Demo, wie schnell und einfach die Arbeitsvorbereitung mit dem Expertensystem des neuen Obility-PRINTMANAGERs Angebotspreise für Druckerzeugnisse kalkuliert und die optimalen Wege durch Produktionsprozesse ermittelt.


Das Highlight des PRINTMANAGERs ist ein im Markt einzigartiges Expertensystem, das in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt wurde und das die Auftragsvorbereitung in der Druckproduktion revolutioniert. Mit ihm können Druckdienstleister binnen weniger Augenblicke automatisch Angebotspreise für Druckprodukte kalkulieren und die optimalen Wege durch ihre Produktion ermitteln – und das gleichzeitig für bis zu zehn alternative Produktionswege. Das System basiert auf einer Wissensdatenbank, in der Produktionsdaten für eine Vielzahl typischer Druckprodukte hinterlegt sind. Obility-Kunden können diese beliebig an ihre individuellen Anforderungen anpassen und zusätzliche Produkte hinzufügen, die sie typischerweise produzieren.

Solide Entscheidungsgrundlagen
Beim Kalkulieren der Preise dieser Produkte brauchen die Mitarbeiter der Auftragsvorbereitung später nur noch wenige Daten wie zum Beispiel die Auflagen in das Expertensystem einzutragen. Anschließend berechnet der PRINTMANAGER automatisch für alle in Frage kommenden Varianten des Auftragsdurchlaufs die Produktionskosten und erstellt die zugehörigen detaillierten Arbeitspläne. Wie komfortabel und flexibel das in der Praxis funktioniert, demonstrierte Obility-Entwickler Marcus Silber unter anderem am Beispiel einer im Prägefoliendruck veredelten Broschüre. Mit wenigen Klicks und der Eingabe weniger Werte war er schnell am Ziel. „Der PRINTMANAGER liefert Ihrer Arbeitsvorbereitung schnell und auf einfache Weise solide Entscheidungsgrundlagen“, brachte Silber den Nutzen auf den Punkt.

„Herkömmliche Management-Informationssysteme passen kaum noch zu den heutigen Anforderungen im Druckmarkt. Sie sind zu wenig automatisiert und unflexibel. Angebots-Kalkulationen sind bei ihnen bei weitem zu aufwändig. Zudem sind herkömmliche MIS in aller Regel Insellösungen und kaum mit anderen Lösungen integrierbar. Der PRINTMANAGER überwindet diese Einschränkungen“, stellte Obility-Geschäftsführer Frank Siegel fest. Mit dem Expertensystem setzt Obility Zeichen im Markt. Das zeigte das große Interesse der Teilnehmer von Obility Insight an diesem innovativen Software-Werkzeug.

Obility-Geschäftsführer Frank Siegel: „Unsere Kunden wollen sich verändern. Dafür müssen auch wir uns verändern.“ Die Präsentationen auf dem diesjährigen Anwender- und Branchentreffen Obility Insight Mitte September in Höhr-Grenzhausen ließen keinen Zweifel, dass sich das Koblenzer Software-Haus in diesem Sinne dynamisch entwickelt.


Einzigartige Gestaltungsfreiräume
Der Designer Pro wurde gemeinsam mit Kunden mit dem Ziel entwickelt, die Grenzen der bisher verfügbaren Online-Editoren hinauszuschieben. Bei der Live-Demonstration des neuen Gestaltungswerkzeugs zeigte Obility-Produktspezialist Jens Reifenberger vor allem die Möglichkeiten auf, die aus Sicht des Unternehmens im Markt einzigartig sind.

So lassen sich jetzt bei der Online-Gestaltung mit dem Designer Pro per Drag & Drop flexibel Seiten in Dokumente einfügen, Seiten aus Dokumenten entfernen oder Seiten innerhalb von Dokumenten tauschen. Bilder können auf Seiten überlaufen. Der neue Online-Editor ermöglicht es Shop-Betreibern, ihren Kunden auf den einzelnen Seiten von Dokumenten verschiedene Layout-Vorlagen zur Verfügung zu stellen. Während der Gestaltung lassen sich alle Zwischenschritte speichern und später als Vorlagen verwenden. Und dank der neuen Inline-Formatierung können Druckeinkäufer in Texten einzelne Buchstaben und Wörter individuell gestalten, indem sie zum Beispiel mit verschiedenen Schriftarten, Schriftgrößen und Farben spielen. „Mit diesen Möglichkeiten gibt der Designer Pro Druckeinkäufern in der Online-Gestaltung ihrer Dokumente erheblich mehr Freiheit“, fasste Reifenberger die Vorteile zusammen. Die Betreiber der Portale können in der Obility-Plattform individuell festlegen, welche Gestaltungsspielräume die Shop-Nutzer haben sollen.

Viele weitere Innovationen in der Pipeline
Obility Chefentwickler Werner Jung und Marcus Silber überraschten die Obility Insight-Teilnehmer mit einer brandneuen Lagersteuerung für Druckdienstleister. Bei ihr handelt es sich um eine Browser-Anwendung, also nicht um eine App. Das heißt, Kunden können sie mit ihren mobilen (Industrie-)Terminals, Handhelds oder Smartphones nutzen, ohne Software auf diesen Geräten installieren zu müssen. Die umfassende Funktionalität der Lagersteuerung stellten Jung und Silber anhand eines Hochregallagermodells vor und zeigten dabei auf, wie einfach Waren per Scannen von Barcodes mit dem Smartphone im System ein-, aus- und umgelagert werden. Ein Highlight: Die Obility-Lagersteuerung unterstützt auch Chargen-Rückverfolgbarkeit, die unter anderem in der Lebensmittelindustrie zu den zentralen Anforderungen an eine Lagersteuerung zählt. Jung: „Lagersteuerung erfordert im Normalfall hohe Investitionen. Wir lösen die Aufgaben der Lagersteuerung revisionssicher mit vergleichsweise einfachen Mitteln.“

Obility werde in Zukunft weitere mobile Dienste anbieten, kündigte Jung an. Als Beispiele nannte er eine mobile Außendienststeuerung sowie eine Betriebsdatenerfassung – je nach Konfiguration gleich mit integrierter Zeitwirtschaft. Und es gab auch einen ersten Ausblick auf die drupa 2020, auf der Obility erstmals mit einem eigenen Messestand vertreten sein wird (Halle 07A, Stand 7AB43): Bis zur Leitmesse der Druck- und Medienbranche wird das Unternehmen die Betaphase des Expertensystems für die Kalkulation abgeschlossen haben und unter anderem eine Produktionsplanung sowie ein Plug-In für das freie Content-Management-System WordPress vorstellen.

Darüber hinaus will das Software-Haus seine Release-Strategie weiter professionalisieren und seinen Kunden eine Technik zur Verfügung stellen, mit der sie neue Software-Versionen auf einfache Weise downloaden können. Dabei bleiben ihre individuellen Anpassungen erhalten. „Bei nicht erfolgreichem Download können die Installationen wieder rückgängig gemacht und der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden“, versprach Jung. Last but not least stehen neue Möglichkeiten für statistische Auswertungen, weitere Wizards, eine vertiefte EDI-Integration (Electronic Data Interchange), eine Kommissionierung und der Ausbau der Wissensdatenbank auf der Agenda.

„In unserer komplexen und von Volatilität geprägten Zeit müssen Druckdienstleister flexibel und agil wie nie zuvor agieren können“, hatte Siegel in seiner Begrüßung die Basis für den Informationsaustausch während der zweitägigen Veranstaltung gelegt. Mit den in Höhr-Grenzhausen gezeigten und angekündigten Innovationen für E-Business Print gibt Obility seinen Kunden neue Werkzeuge an die Hand, mit denen sie exakt das erreichen.

Online verzeichnet rasantes Wachstum
Dr. Georg Wittmann, Geschäftsführer des Forschungs- und Beratungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg, nannte in seinem Vortrag „B2B-E-Commerce: Immer mehr Unternehmen setzen auf den Online-Vertrieb“ spannende Zahlen, die vielen Obility-Kunden in die Hände spielen. Demnach erzielte der Einzelhandel 2017 bereits knapp zehn Prozent seines Umsatzes online – wobei sich die Umsätze derzeit noch in erster Linie auf die 100 größten Shops konzentrieren. „B2B-E-Commerce ist weltweit ein deutlich größerer Markt“, so der Experte. Während die Handelsunternehmen diesen Markt noch dominieren, betreiben die Hersteller bereits jetzt 20 % der Shops selbst. Wittmann: „Die Hersteller schalten den Zwischenhandel mit eigenen Shops zunehmend aus.“ Für sie werde der Online-Vertriebskanal immer wichtiger. In einer Studie seines Instituts gaben 2018 drei Viertel der befragten Unternehmen an, sie gingen davon aus, dass 2025 bereits die Hälfte der Unternehmenseinkäufe online abgewickelt wird.

Printelligent.de-Blog-Betreiber Marko Haneke setzte in seiner Präsentation „Das Besondere zum Standard machen – Was Printbuyer morgen erwarten“ darauf auf und gab den Obility Insight-Teilnehmern wertvolle Tipps, wie sie Druckerzeugnisse vielleicht noch erfolgreicher online verkaufen. Dabei machte er deutlich, dass E-Business Print im B2C- und im B2B-Geschäft im Idealfall sowohl auf besondere Produkte als auch auf besondere Lösungen und Services setzt.

Marcus Kalle berichtete über die Erfahrungen beim Aufbau des Online-to-Print-Business bei NINO Druck und welche Veränderungen dieser mit sich gebracht hat. „Obility gewinnt bei uns immer mehr an Bedeutung und ist inzwischen unser Haupt-Daten-Streaming-Tool in Richtung Produktion“, so der Geschäftsführer der Druckerei, die im nächsten Jahr mit Web-to-Print die Umsatzgrenze von drei Millionen Euro knacken will. Kalle ermunterte seine Zuhörer, Kunden die IT-Dienstleistungen ihrer Unternehmen in Rechnung zu stellen. „Wir sollten künftig nicht mehr als Druckerei auftreten, sondern als IT-Dienstleister.“

Holger Aßhorn von der MEDIADRUCKWERK GRUPPE stellte in seinem Vortrag „Kybernetik im Sturm – Ganzheitliches Controlling ist ein kreativer Prozess, der mich begeistert“ auf kurzweilige und interessante Weise dar, wie ihm die E-Business Print-Plattform Obility Zahlen liefert, die sein Unternehmen für eine optimale Steuerung seiner Prozesse benötigt – und wie hier künftig seine Wünsche an Obility lauten.

Gegenseitig inspirieren, voneinander lernen
„Mir hat das Mix aus fachlichen Vorträgen und Präsentationen, die für das Alltagsleben sehr inspirierend waren, ausgesprochen gut gefallen“, zog Dirk Vetter, Geschäftsführer der Shirtfriends GmbH mit Sitz in München, seine Bilanz des Anwender- und Branchentreffens. Sein Unternehmen wird in Kürze auf einen von Obility programmierten B2B-Shop umsteigen, in dem namhafte Kunden aus unterschiedlichen Branchen zum Beispiel mit Logos, Slogans und anderen Elementen individualisierte Textilien wie hochwertige T-Shirts einkaufen.

Vor allem die Präsentation „Gemeinsam Glück gestalten – Wie wir uns gegenseitig inspirieren und voneinander lernen können“ von „Glücksministerin“ Gina Schöler und der Vortrag „Agilität und Kooperation: Wie wir als mittelständisches Unternehmen nachhaltige Innovation ermöglichen“ von Christian Wantia von der Rehms Druck GmbH aus Borken waren durchsetzt mit konkreten Anregungen, wie sich eine Arbeitswelt schaffen lässt, die leichter zu Erfolg und Glück führt.

Volker Priebs, Leitung E-Commerce bei Rehms Druck, sieht Obility mit seiner E-Business Print-Plattform auf einem guten Weg. „Wir freuen uns, dass wir jetzt auch unsere Lagerwirtschaft einschließlich digitalisierter Buchungen mit der neuen Lösung von Obility realisieren können. Es hat wieder Spaß gemacht, bei Obility Insight dabei zu sein. Das Networking während der Veranstaltung ist ohnehin immer nützlich.“ Gegenseitig inspirieren, voneinander lernen – so hieß das Motto der Veranstaltung auch in diesem Jahr.

„Die Vorträge waren in diesem Jahr besonders vielseitig. Natürlich ist es immer wieder sehr interessant, wie andere Druckdienstleister mit Obility arbeiten. Gleichermaßen spannend waren für mich die Anregungen und die Zahlen zur Studie zum Thema Online-Handel und -Marketing. Ich freue mich darauf, diese Informationen in unserem Unternehmen umzusetzen“, so Ingo Nowak, Geschäftsführender Gesellschafter der Druckerei Köller+Nowak GmbH aus Düsseldorf, die seit fünf Jahren auf Obility baut.

Weitere Informationen: http://www.obility.de

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