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NACHHALTIGKEIT - 25.03.2024, 14:17 Uhr

Koehler‐Gruppe nutzt Strom aus eigenen Windkraftanlagen

Die Koehler‐Gruppe zählt mit der Herstellung von Spezialpapieren zur energieintensiven Industrie und ist sich seiner Verantwortung für die Umwelt und das Klima bewusst. Daher investiert das Familienunternehmen bereits seit über zwanzig Jahren in erneuerbare Energieerzeugung und hat dies vor über zehn Jahren mit der Gründung von Koehler Renewable Energy als zweites Geschäftsfeld institutionalisiert. Mit dem „Koehler Versprechen 2030“ hat sich die Koehler‐Gruppe zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2030 bilanziell mehr Energie mit eigenen Anlagen aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, als in der eigene Papierproduktion verbraucht wird.

Nachhaltige Stromversorgung: Koehler‐Gruppe setzt auf den Ausbau Erneuerbarer Energie

Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht kommuniziert die Koehler‐Gruppe erstmalig ausführlich über ihre Nachhaltigkeitsstrategie und die umfassenden Handlungsfelder. „Als Familienunternehmen denken wir nicht in Quartalsergebnissen, sondern immer auch langfristig, mit Blick auf die kommenden Generationen. Nachhaltigkeit ist aus unserer Sicht also kein Trend, sondern eine Notwendigkeit für das langfristige Überleben unserer Gesellschaft“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Koehler‐Gruppe Kai Furler, der schon früh erkannte, dass die Investition in Erneuerbare Energie ein Zukunftsthema ist.
Im Jahr 2022 konnte die Koehler‐Gruppe bilanziell bereits 69,9 % des Strombedarfs der Papierproduktion aus nachhaltigen Quellen erzeugen. Um diesen Anteil zu steigern, ist der Bau eigener Stromerzeugungsanlagen Teil der Nachhaltigkeitsstrategie. Aktuell gehen mehrere Windparks in die Realisierung, welche nach der Inbetriebnahme auch von Koehler betrieben werden. Nach über 10 Jahren der Planung und Projektierung konnte im Februar 2024 die Errichtung der ersten zwei Windkraftanlagen in Deutschland mit zusammen 8,4 MW im Windpark Wetzlar‐Blasbach in Mittelhessen abgeschlossen werden.

Vermarktungsvertrag für den Windpark Wetzlar

Um den Strom dieser zwei Windkraftanlagen direkt für die Papierherstellung nutzen zu können, entschied sich die Koehler‐Gruppe für den Abschluss eines Stromliefervertrags, ein sogenanntes PPA (Power Purchase Agreement). In Deutschland gewinnen PPAs zunehmend an Bedeutung als ein wichtiges Instrument, um den Ausbau erneuerbarer Energien, wie beispielsweise Windkraftanlagen, zu finanzieren und industrielle Abnehmer langfristig mit Grünstrom zu versorgen.
„Energie ist heute einer der wichtigsten Hebel für den Geschäftserfolg“ betont Cornelius Schulthess, Corporate Director Energy Supply Management bei Koehler Renewable Energy. Weiter erklärt der Energiewirtschaftsexperte: „Unternehmen haben mehrere Möglichkeiten, ihre CO2‐Bilanz zu verbessern, angefangen von Energieeffizienzprojekten bis hin zur eigenen Erzeugung erneuerbarer Energie und damit verbundenen PPAs. Wir können uns als Unternehmen damit unabhängiger von den Preisen an der Strombörse machen“. Für Koehler bedeutet dies konkret, dass der im Windpark Wetzlar produzierte Strom über einen Dienstleister in das Stromnetz eingespeist wird und von den deutschen Produktionsstandorten der Koehler‐Gruppe bilanziell direkt bezogen werden kann.

Zukunftsweisend: Weitere Windkraftanlagen in Planung

Für einen Windpark mit fünf Anlagen nördlich von Waldeck in Nordhessen konnte nach knapp fünf Jahren der Planung Anfang des Jahres 2023 eine Genehmigung erzielt werden. Die Inbetriebnahme ist für 2025 geplant mit einem erwarteten Stromertrag von rund 70.000 MWh pro Jahr. Gleiches gilt für einen weiteren Windpark mit zwei Anlagen in Lich in Mittelhessen mit einem erwarteten Stromertrag von rund 28.000 MWh pro Jahr. Darüber hinaus gibt es eine Projektpipeline mit über 100 MW Anlagenleistung, welche sich in unterschiedlichen Frühphasen der Projektierung befinden. Vor allem würde die Koehler‐Gruppe gerne auch in unmittelbarer Umgebung ihrer Standorte in Baden‐Württemberg in Windkraftanlagen investieren.
Darüber hinaus plant Koehler Renewable Energy auch weitere Windparks in Schottland. Für das Windparkprojekt Rowancraig, in der Nähe von Sanquhar, wurde im Januar ein Genehmigungsantrage eingereicht. Im geplanten Windpark sollen bis zu sechs Anlagen realisiert werden, mit einer Leistung von jeweils vier bis sechs MW, was einer maximalen Leistung von bis zu 36 MW entspricht.


Die zwei Anlagen des Windpark Wetzlar‐Blasbach liefern für die Koehler‐Gruppe ab sofort den ersten Strom aus Windkraft in Deutschland. I Quelle: Koehler‐Gruppe

Weitere Informationen: https://www.koehlerrenewableenergy.com

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